| --> 52. Geschäftsbericht 07/08 im pdf-Format | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Produktion Geschäftsjahr 2007/08 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Vorabklärungen für die geplante Gesamterneuerung machten eine Absenkung des Speichers "Valle di Lei" bis April
2008 nötig. Trotz dieser Absenkung konnte aufgrund der regelmässig gefallenen Niederschläge die Füllung des
Stausees auf Ende des Geschäftsjahres 2007/08 nahezu erreicht werden. Im
Weiteren wurde eine überdurchschnittliche Produktion erzielt. Im Herbst 2007 fielen in der Schweiz, mit Ausnahme des nördlichen Graubündens, unterdurchschnittliche Regenfälle. Im Einzugsgebiet unserer Anlagen verzeichneten wir ebenfalls nur geringe Niederschläge. In den Wintermonaten Dezember 2007 bis Februar 2008 war die Witterung insgesamt hochdruckbestimmt. Die Hochdrucklagen mit milden Temperaturen in der Höhe waren sehr dominant. Während des ganzen Winters blieben wie im Vorjahr, Kaltlufteinbrüche aus. Die niederschlagsarmen Monate Dezember 2007 und Februar 2008 standen einem niederschlagsreichen Januar 2008 gegenüber. Seit Messbeginn der Wetteraufzeichnungen war es dennoch einer der sonnenreichsten Winter. Im Frühjahr (März bis Mai 2008) resultierte in den meisten Landesteilen ein Überschuss der Niederschlagsmengen. In unserem Einzugsgebiet fielen vor allem im April und Mai 2008 starke Niederschläge. Auf der Alpensüdseite wurde im Mai 2008 infolge der Staulagen verbreitet Regenfälle von bis zu 150 % der Norm gemessen. Nach warmem Beginn brachte der Juni 2008 zunächst wechselhaftes Wetter mit wiederholten Niederschlägen. Mitte Juni 2008 sorgte kalte Polarluft im Alpenraum für kühle Temperaturen. Auf der Alpensüdseite erreichten die Niederschlagsmengen durchschnittliche Juniwerte. Im Juli 2008 führte das wechselhafte und gewitterige Wetter vor allem im Süden zu starken Regenfällen und somit zu grossen Niederschlagsmengen. Unsere Stauanlagen verzeichneten infolgedessen überdurchschnittliche Wasserzugänge. Im August 2008 waren die Niederschläge regional sehr unterschiedlich. Im Einzugsgebiet fielen nur etwa die Hälfte der normalen Regenmenge. Im September 2008 verzeichneten wir aufgrund der starken Niederschläge in der ersten Hälfte des Monates einen zwei- bis dreifachen Wasserzufluss. Die Produktion loco Sils 220/380 kV belief sich auf 1’593 GWh. Dieser Wert lag bei rund 114 % des langjährigen Mittels von 1’398 GWh. Der natürliche Zufluss in Sufers lag bei 115 % des langjährigen Mittelwertes. Dabei wurde mit rund 146 % deutlich mehr als im Durchschnitt gepumpt. Insgesamt resultierte unter Berücksichtigung der eingesetzten Pumpenergie ein Energieumsatz von 1’741 GWh. Die Speicherenergieabgabe betrug 892 GWh, entsprechend 122,60 % des Mittelwertes. Auf Laufenergie entfielen 654 GWh, dies entspricht rund 106 % des langjährigen Mittels. Verlauf Speicherinhalt Valle di Lei Der Inhalt des Hauptspeichers betrug am Anfang des Geschäftsjahres 180,1 Mio. m3, entsprechend 91,4 % des Nutzvolumens. Die erwähnte Absenkung des Speichers Valle di Lei zeigte ein normales und gutes Verhalten der Staumauer bei einem Senkungsziel von 1830 m ü.M. Das Vorgehen wurde von Experten überwacht und beurteilt, wobei der See über rund vier Monate kontinuierlich abgesenkt wurde. In der Zeit vom 17. bis 24. April 2008 wurde das vorgegebene Senkziel erreicht. Aufgrund der überdurchschnittlichen Regenfälle von Ende April bis Juli 2008 konnte ein rascher Anstieg des Speicherinhalts verzeichnet werden. So ist der Speicherinhalt Ende September 2008 auf Kote 1928 m ü.M. bzw. auf rund 93 % angestiegen. Dies entspricht einem Nutzvolumen von 183 Mio. m3. 380-kV- und 220-kV Schaltanlagen Sils Diese beiden Schaltanlagen bilden einen bedeutenden Knotenpunkt im schweizerischen und europäischen Verbundnetz. Sie befinden sich bei der Kraftwerkzentrale Sils und werden von uns betrieben und unterhalten. Die Steuerung erfolgt ab unserer Zentralen Leitstelle (ZLS). KW Thusis und Talversorgung Im KW Thusis werden das Dotierwasser Bärenburg und die Abflüsse des Zwischeneinzugsgebietes genutzt. Mit diesem «Restwasserkraftwerk» wird das Talversorgungsnetz reguliert und die 2007/08 erzeugte elektrische Energie von 18’002 MWh vollständig in dieses Netz eingespeist. Damit können die Energiebezüge der Konzessionsgemeinden und einzelner kleinerer Verbraucher von rund 55’254 MWh (Vorjahr 50’606 MWh) nur noch zu einem kleinen Teil gedeckt werden. Der Energieverbrauch der Gemeinden nahm um 9 % zu. Die Zuwachsrate im 5-jährigen Vergleich beläuft sich auf 1,5 % p.a. Zusammen mit den Bezügen des Kantons für die A13 und die Strassenbaustellen sowie des EWZ für die Rheinwaldgemeinden wurden über das 60-/16-kV-Netz 61’416 MWh (Vorjahr 55’543 MWh) abgegeben.
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