KHR Kraftwerke Hinterrhein AG
Kraftwerke Hinterrhein KHR AG

Auswirkungen

Da KHR die Stauseen Sufers, Preda und Valle di Lei erstmals entleert, sind heute noch keine abschliessenden Aussagen über die Umweltauswirkungen möglich. Das Konzept für die Seeentleerung wurde gemeinsam mit den kantonalen Ämtern, dem Kantonalen Fischereiverband sowie den Umweltorganisationen WWF und Pro Natura im Rahmen eines «Runden Tisches» erarbeitet. Die Umsetzung wird wichtige Erkenntnisse über die nachhaltige Durchführung von Stauraumspülungen und -entleerungen liefern. Nebst der Sicherheit für die beteiligten Personen und den Betrieb besteht das Ziel vor allem darin, die Umweltauswirkungen der Gesamterneuerung zu minimieren, aus den Erfahrungen zu lernen und Grundlagen für den späteren Betrieb zu erarbeiten.

In Vorbereitung auf die Entleerung des Sufnersees wurde der Fischbestand reduziert: Das Amt für Jagd und Fischerei (AJF) hat seit mehreren Jahren keine Jungfische mehr ausgesetzt und 2010 die Fischereibestimmungen gelockert, so dass der See seither intensiv ausgefischt worden ist. Als letzte Massnahme werden während der Entleerung möglichst viele Fische aus den verbleibenden Wasserrinnsalen und Tümpeln geborgen und in andere Gewässer versetzt. Trotzdem ist mit geringen Verlusten zu rechnen. Nach dem erneuten Einstauen des Sees im Frühjahr 2012, eventuell erst 2013, wird der Fischbestand durch gezielte Besatzmassnahmen wieder aufgebaut.

Der voraussichtliche Wasserverlust während der Gesamterneuerung beträgt etwa 180 Gigawattstunden (12% einer Jahresproduktion) über die gesamte Projektdauer.

Nicht betroffen von der Erneuerung ist das Talversorgungsnetz. Die Stromversorgung in den Regionen Thusis, Schams, Avers und Rheinwald ist trotz der Arbeiten an den Zentralen während der Erneuerung sichergestellt. Dies auch wegen der Südeinspeisung San Bernardino, die derzeit gebaut wird. Rund um die Bauplätze Bärenburg und Sufers sind Lärmemissionen möglich, wobei ein Grossteil der lauten Arbeiten in den Bauten selbst stattfindet. Um die Aussenlagen von KHR gibt es auch vermehrt Schwertransporte sowie eventuell einzelne Helikoptertransporte und wo nötig zusätzliche Bauseilbahnen. Nach Möglichkeit finden die Sanierungsarbeiten jedoch vor Ort statt, um unnötige Transporte zu vermeiden.

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