Baustellen
Im Detail beinhaltet die Gesamterneuerung die Grossrevision an allen Hauptmaschinengruppen, den Ersatz der Generator-Statoren und Turbinen-Laufräder, die Sanierung und Instandsetzung von Bauten und den Wasserhaltungen der Stauanlagen. Des Weiteren kommen die Erneuerung von Anlageteilen und die Ertüchtigung an Druckrohrleitungen, Panzerungen, Schützen und Abschlussorganen sowie Korrosionsschutz (Innen- und Aussenkorrosionsschutz an den Maschinen) hinzu. Bei Letzterem saniert KHR eine Gesamtfläche von 50'500 m² ― dies entspricht etwa sieben Fussballfeldern.
Bauphasen
Um alle sicherheitsrelevanten technischen Einrichtungen rund um die Seen zu erneuern, entleert KHR erstmals in der Kraftwerksgeschichte komplett die Stauseen Sufers, Valle di Lei und die dazugehörenden Ausgleichsbecken Bärenburg, Ferrera und Preda. Aufgrund der Wasserverhältnisse werden die Arbeiten im Winter ausgeführt.
Projektdauer
| 2008 – 2010 | Umfassende Monitoring-Massnahmen (Erhebung des Ausgangszustands) |
| Februar/März 2010 | Einreichung des Gesuchs für das Gesamtprojekt beim Kanton Graubünden und beim Bund (inkl. Umweltbericht und internationale Bewilligungen Valle di Lei) |
| September 2010 | Projektgenehmigung durch die Regierung des Kantons Graubündens erhalten (ohne Einsprachen) |
| März/April 2011 | Vorentleerung Stausee Sufers |
| Sommer 2011 | Offizieller Baubeginn; Projektgenehmigung für italienische Seite erwartet |
| Winter 2011/12 | Entleerung Stausee Sufers (eventuell zusätzlich im Winter 2012/13) |
| Winter 2012/13 | Entleerung Valle di Lei |
Kosten
Hauptteil an den Gesamtkosten von 275 Millionen Franken macht die Erneuerung der drei Zentralen in Ferrera, Bärenburg und Sils aus. Dafür sind knapp 200 Millionen Franken veranschlagt. Weitere grössere Posten sind neben den Projektierungs- und Planungskosten die Erneuerung der Anlagen im Valle di Lei und im Kraftwerk Thusis. Geschätzte zehn Prozent des Auftragsvolumens können lokal oder im Kanton Graubünden vergeben werden. Zur Bewältigung des Erneuerungsprojektes hat KHR sechs zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen.


