KHR Kraftwerke Hinterrhein AG
Kraftwerke Hinterrhein KHR AG

Monitoring – ökologische Begleitung

Das Umweltfachbüro «ecowert» und die verschiedenen kantonalen Amtsstellen sind bei der KHR-Gesamterneuerung für die Umweltabklärungen zuständig und werden laufend in die Prozesse involviert. Die Fachleute begleiten die Spülungen und Entleerungen der Ausgleichsbecken und Stauseen, untersuchen die Wasserqualität und zeichnen die Ereignisse auf. Sie erarbeiten im Voraus detaillierte Konzepte, die eine umweltschonende Spülung bzw. Entleerungen aller Stauhaltungen gewährleisten.

Geplante Monitoring-Aktivitäten

2010 – 2014 Begleitung der jährlichen Spülungen der Ausgleichbecken mit Aufzeichnung und Dokumentation des Ablaufs.
2011 – 2014 Begleitung der See-Entleerung mit Aufzeichnung und Dokumentation des Ablaufs.
2014 – ca. 2018 Schlussuntersuchung mit Bericht über die gesamten gewässerökologischen Auswirkungen mit Vorschlägen für allfällige Ersatzmassnahmen.

 

Untersuchungen während und nach der Entleerung

Beprobungsstellen während der Entleerung befinden sich bei Innerferrera, bei der Mündung Reno di Lei und beim Reno die Lei unterhalb der Staumauer. Die kontinuierlichen Messungen der Wasserqualität in den Vorfluten beginnen rund zwei Stunden vor der Eröffnung des Grundablasses.

Jede halbe Stunde während der Öffnungsphase des Grundablasses messen die Fachleute unterhalb der Rückgabe und an der Mündung des Reno di Lei die Parameter Schwebstoffgehalt, Sauerstoff, Ammonium und Nitrit.

Dieselben Parameter werden auch während und nach der Entleerung unterhalb der Rückgabe und an der Mündung des Reno di Lei gemessen. Besteht Gefahr, dass einzelne Grenzwerte dauerhaft überschritten werden, leiten die Fachleute zusammen mit KHR sofort Massnahmen ein, um die Belastung zu reduzieren. Sind konstante Abflussmengen und ein stabiler Schwebstoffgehalt erreicht, setzt «ecowert» im Averser Rhein und im Hinterrhein automatische Trübmessgeräte ein. Diese bleiben bis zum Wiederaufstau des entleerten Sees dauernd in Betrieb.

Vor dem Wiedereinstau der Seen wird «ecowert» mit seinen Partnerbüros zudem die verbleibenden Sedimentablagerungen in den Seen Valle di Lei und Sufers durch Lidar-Flugaufnahmen festhalten. Die Daten dienen für die nachträgliche Berechnung der Massenbilanz und Aufzeichnung des Feststoffaustrags.

Nach den See-Entleerungen wiederholt «ecowert» die Voruntersuchungen. Aufgrund der Ergebnisse schlägt sie, die aus Sicht der Umwelt erforderlichen Wiederherstellungs- oder Ersatzmassnahmen vor. In Frage kommen Nachspülungen, mechanische Entfernung von Geschiebeablagerungen, Wiederaufbau von Fischbeständen, Revitalisierungsprojekte usw. Basierend auf die gesammelten Erfahrungen wird ein definitives Spülregime für die Ausgleichsbecken erstellt.




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