KHR Kraftwerke Hinterrhein AG
Kraftwerke Hinterrhein KHR AG

Geschäftsbericht

Produktion Geschäftsjahr 2009/10

Im Geschäftsjahr 2009/10 ergaben sich über das ganze Jahr gesehen durchschnittliche Niederschläge. Das erste Quartal war zu Beginn sehr mild und zu trocken. In der zweiten Quartalshälfte fiel im Einzugsgebiet unserer Anlagen aufgrund eines arktischen Kaltlufteinbruches doppelt so viel Niederschlag wie üblich.

Das zweite Quartal begann als eines der kältesten seit über 20 Jahren. Begleitet wurde die Kälte von einer ausgesprochenen Trockenheit, wobei lediglich nur 50 % der durchschnittlichen Regenmengen fielen. Der ganze Zeitraum war niederschlagsarm und lag unter der normalen Niederschlagsmenge. Der natürliche Zufluss entsprach für das erste Halbjahr rund der Hälfte des Durchschnitts des langjährigen Mittels.

Während des gesamten dritten Quartals fielen vor allem im südlichen Einzugsgebiet überdurchschnittliche  Niederschläge. Der natürliche Zufluss betrug aufgrund der Schneeschmelze 119 % des langjährigen Mittels.
Der Beginn des vierten Quartals war eines der Wärmsten seit der Datenerhebung und brachte somit nur rund die Hälfte der normalen Niederschlagsmengen. Auf die Wärmeperiode folgten kühlere Temperaturen, welche in unserem Einzugsgebiet Überschüsse an Niederschlägen brachten. Die natürlichen Zuflüsse liegen im vierten Quartal im Schnitt des langjährigen Mittels.

Die Produktion loco Sils 220/380 kV belief sich auf 1’312 GWh. Dieser Wert lag bei rund 94 % des langjährigen Mittels von 1’400 GWh.

Der natürliche Zufluss in Sufers lag bei 95 % des langjährigen Mittelwertes. Dabei wurde mit rund 110 % mehr als im Durchschnitt gepumpt.

Die Speicherenergieabgabe betrug 711 GWh, entsprechend 97 % des Mittelwertes. Auf Laufenergie entfielen 546 GWh, dies entspricht rund 88 % des langjährigen Mittels.

Verlauf Speicherinhalt Valle di Lei

Der Inhalt des Hauptspeichers betrug am Anfang des Geschäftsjahres 172,3 Mio. m3, entsprechend 87,5 % des Nutzvolumens. Der tiefste Seestand wurde Mitte April mit 41,7 Mio. m3 oder 21,2 % des nutzbaren Inhaltes erreicht. Am Ende des Geschäftsjahres 2009/10 betrug der Speicherinhalt 90,7 %. Dies entsprach einem Nutzvolumen von 178,6 Mio. m3.
 

380-kV- und 220-kV-Schaltanlagen Sils

Diese beiden Schaltanlagen bilden einen bedeutenden Knotenpunkt im schweizerischen und europäischen Verbundnetz. Sie befinden sich bei der Kraftwerkzentrale Sils und werden von uns betrieben und unterhalten. Die Steuerung erfolgt ab unserer Zentralen Leitstelle (ZLS).

Der Energieumsatz der beiden Freiluftschaltanlagen betrug 2009/2010 11‘710 GWh oder mehr als das 8-fache unserer Produktion.
 

KW Thusis und Talversorgung

Im KW Thusis werden das Dotierwasser Bärenburg und die Abflüsse des Zwischeneinzugsgebietes genutzt. Mit diesem Kraftwerk wird das Talversorgungsnetz reguliert und die 2009/10 erzeugte elektrische Energie von 16‘857 MWh wurde vollständig in dieses Netz eingespeist. Damit konnten die Energiebezüge der Konzessionsgemeinden und einzelner kleinerer Verbraucher von rund 56‘694 MWh (Vorjahr 56’633 MWh) nur zu einem kleinen Teil gedeckt werden. Der Energieverbrauch der Gemeinden nahm um 0,1 % zu.

 

Energieproduktion und Energieabgabe im Geschäftsjahr 2009/10

in GWh (ohne KW Thusis, Dotiergruppen Bärenburg und Sufers sowie Eigenbedarfsmaschinen)

Energieproduktion, GWh

Winter Sommer Total
Kraftwerk Ferrera 187.9 106.4 294.3
Kraftwerk Bärenburg 145.5 320.1 465.6
Kraftwerk Sils 156.2 403.0 559.2
Generatorproduktion 489.6 829.5 1'319.1
./. Trafo- und Leitungsverluste -3.2 -3.9 -7.1
Produktion loco Sils 220/380 kV 486.4 825.6 1'312.0
Durchschnitt 1962/63 - 2009/10, GWh     1'399.7
 
Energieabgabe, GWh      
Laufenergie -8.4 554.5 546.1
Speicherenergie 458.8 251.9 710.7
Abgabe an die Partner 450.4 806.4 1'256.8
Real- und Dotiersatz, Konzessionsenergie 36.0 19.2 55.2
Abgabe Total 486.4 825.6 1'312.0
Pumpenergieeinsatz, GWh 37.8 72.9 110.7
 
Einphasenenergieabgabe an die Rhätische Bahn, GWh 25.3 24.9 50.2

 


Broschüre «54. Geschäftsbericht 2009/2010»

Download 54. Geschäftsbericht 2009/2010  pdf, 2.89 MB
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