KHR Kraftwerke Hinterrhein AG
Kraftwerke Hinterrhein KHR AG

Rohstoff Wasser

Ein Geschenk der Natur

Rohstoff
Rohstoff
Das Einzugsgebiet im Avers misst 48.3 km2, jenes im Madris 31.4 km2. Aus diesen beiden Gebieten ergibt sich im Mitteljahr ein fassbarer Zufluss von
110 Mio. m3 (17 Mio. m3 im Winter, 93 Mio. m3 im Sommer). Aus den Einzugsgebieten Valle di Lei und Val Niemet fliessen im Mitteljahr 93 Mio. m3 zu (13 Mio. m3 im Winter, 80 Mio. m3 im Sommer). In der obersten Gefällsstufe fallen also 173 Mio. m3 oder 85% des Wassers im Sommer an und lediglich
30 Mio. m3 bzw. 15% im Winter. Das gesamte Einzugsgebiet der KHR misst
534 km2, die nutzbare Wassermenge beträgt im Mitteljahr 723 Mio. m3 –
im Winter 150 Mio. m3 (21%) und im Sommer 573 Mio. m3 (79%).
Averser Rhein
Averser Rhein
In einem Laufkraftwerk wäre die Energieproduktion gemäss dem anfallenden Wasser über das ganze Jahr verteilt. Dank dem Saisonspeicher im Valle di Lei ist es jedoch möglich, einen grossen Teil der Produktion vom Sommer in den Winter zu verlagern. Dazu wird einerseits das Wasser der obersten Gefällsstufe im Sommer im Speicher zurückbehalten und anderseits Wasser aus dem Ausgleichsbecken Ferrera oder dem Stausee Sufers hochgepumpt. So gelingt es, die Produktion weitgehend dem Verbrauch anzupassen. Im Durchschnitt der vergangenen 10 Jahre (1989/90 bis 98/99) wurden 45% der Energie im Winter erzeugt.
Sonne und Wasser
Sonne und Wasser
Trotz des grossen Speichers im Valle di Lei wird ein grosser Anteil Laufenergie produziert, denn das Wasser fällt im Sommer nicht gleichmässig verteilt an, und die Pumpen in Ferrera sind nicht für Hochwasser oder die Schneeschmelze dimensioniert. Im oben genannten Zeitraum wurden pro Jahr durchschnittlich 593 Millionen Kilowattstunden (kWh) Laufenergie und 696 Millionen kWh Speicherenergie abgegeben.

Wasserkraft ist echte Sonnenenergie.

Der natürliche Wasserkreislauf auf der Erde wird von der Sonne in Bewegung gehalten. Durch die Sonneneinstrahlung verdunstet ein Teil des Meerwassers. Es bilden sich Regenwolken, die vom Wind über das Festland getragen werden. Die Niederschläge aus diesen Wolken speisen Bäche, Flüsse und Seen – wie hier im Valle di Lei. Wasserkraftwerke entnehmen dem natürlichen Kreislauf der Erde einen kleinen Teil Wasser, der aber – in sauberem Zustand – wieder an die Flüsse zurückgegeben wird. Bei dieser Art der Energieerzeugung gibt es keinen Verbrennungsprozess, und damit entstehen weder Kohlendioxid noch Stickoxide wie bei Gas-, Kohle- oder Ölkraftwerken. Die Energie des Wasserkreislaufs treibt die Turbinen in Wasserkraftwerken an. Von den angekoppelten Generatoren wird mechanische in elektrische Energie umgewandelt. So entsteht der umweltfreundlichste Strom, den es überhaupt gibt.

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