Fische
Die Stauseen der KHR wie auch die meisten durch die KHR genutzten Fliessgewässer sind die Heimat vieler Fische. Während die Fliessgewässer vorwiegend mit Bachforellen und teilweise auch Groppen besiedelt sind, beherbergen die Stauseen zudem See- und Regenbogenforellen, Seesaiblinge, Kanadische Saiblinge und Elritzen. Die Zusammensetzung des Fischbestands in den Seen beruht hauptsächlich auf dem Fischbesatz. Im Hinblick auf die Seeentleerungen hat das Amt für Jagd und Fischerei (AJF) seit mehreren Jahren keine Jungfische mehr ausgesetzt und 2010 die Fischereibestimmungen gelockert, so dass der Stausee Sufers seither und bis zur Entleerung im Winter 2011/12 intensiv ausgefischt worden ist. Als letzte Massnahme bergen die Fischereiverantwortlichen während den Entleerungen möglichst viele Fische aus den verbleibenden Wasserrinnsalen und Tümpeln und versetzen sie in andere Gewässer. Mit geringen Verlusten ist trotzdem zu rechnen.
Fischbestand Lago di Lei

Die Grafik beinhaltet die Fischfänge der Jahre 2002 bis 2008 auf Schweizerischem Gebiet. Im italienischen Teil des Sees wurden ähnlich viele Fische gefangen. Der höchste je erzielte Fang lag im Jahre 2007 bei schätzungsweise 6000 bis 8000 Fischen; die damalige fangfähige Fischpopulation zwischen 8000 und 10000 Individuen.
Fischereibetriebsvorschriften
Die Fischereiverbände haben die Fischereibetriebsvorschriften für die Stauseen Sufers und Valle di Lei im Hinblick auf die See-Entleerungen gelockert: Die Tagesfanglimiten, die Mindestfangmasse und die Schonzeiten sind aufgehoben. Zudem wurde die Fischereisaison zeitlich ausgedehnt. Davon verspricht man sich eine effiziente Ausdünnung des Fischbestands bis zum Zeitpunkt der Entleerungen. Gesetzliche Fischerei-Vorschriften
Weitere Massnahmen
Für die Zeit nach dem Wiedereinstau der Seen erstellt KHR in Zusammenarbeit mit den italienischen und bündnerischen Fischereibehörden Pläne für den Wiederaufbau des Fischbestands. Der Ertragsausfall soll mit dem Besatz von gestuften Altersklassen möglichst rasch aufgefangen werden. Für die Kosten des Wiederaufbaus kommt die KHR auf. Die Freigabe der Fischerei ist je nach Fortschritt des Populationsaufbaus und der Verfügbarkeit an fangfähigen Fischen im betreffenden See ab dem Jahr 2014 geplant.


