KHR Kraftwerke Hinterrhein AG
Kraftwerke Hinterrhein KHR AG

Grünes Licht für Gesamterneuerung

der Kraftwerke Hinterrhein

Die Regierung des Kantons Graubünden hat die Gesamterneuerung der Kraftwerke Hinterrhein AG offiziell genehmigt und die Baubewilligung für das Grossprojekt erteilt. Gegen das Projekt sind keine Einsprachen eingegangen. Die Hauptarbeiten starten im Frühjahr 2011 mit der Vorentleerung des Stausees Sufers. Die Sanierung der aktuell grössten Bündner Wasserkraft-Anlage kostet rund 275 Millionen Franken und dauert bis 2017.

 

In diesen Tagen haben die ersten Arbeiten zur Gesamterneuerung der beinahe 50 Jahre alten Kraftwerkanlagen begonnen: Vier der insgesamt 13 Transformatoren in der Zentrale Bärenburg werden bis Mitte November ausgetauscht; die übrigen neun werden in einem Jahr ersetzt. Jeder Transformator wiegt 50 Tonnen und wird frühmorgens mit Spezialtransportern ins Schams befördert. Im Rahmen der Gesamterneuerung werden auch die Turbinen-Laufräder ersetzt, Absperrorgane revidiert und die elektrischen Anlagen sowie die Leittechnik modernisiert. Dies hat die Kraftwerke Hinterrhein AG (KHR) im Jahr 2008 entschieden, um die Betriebssicherheit und Wirtschaftlichkeit der Anlagen bis zum Konzessionsende im Jahr 2042 zu gewährleisten.

Keine Konzessionsänderung

Für die Gesamterneuerung ist keine Konzessionsänderung nötig, da die Leistung des Kraftwerks nicht erhöht wird. Dank moderner Technologie kann die Effizienz jedoch leicht gesteigert werden. Im Juni 2009 hat die KHR das Genehmigungs- gesuch für die Baubewilligung des 275 Millionen Franken teuren Projekts beim Kanton Graubünden und beim Bund eingereicht. Die Regierung des Kantons Graubünden hat die Baubewilligung für die Gesamterneuerung der KHR-Anlagen in der Schweiz bereits im September erteilt. Sie ist mit den üblichen Auflagen hauptsächlich in den Bereichen Umweltschutz und Fischerei verbunden. Während der gesetzlich vorgeschriebenen Einsprachefrist bis Ende Oktober sind keine Einsprachen erfolgt. Damit ist der Weg frei für die Realisation des Projekts.

Konstruktive Vorbereitungsphase

„Dass keine Einsprachen gegen die Gesamterneuerung eingegangen sind, ist sehr erfreulich. Es zeigt, dass wir unsere Hausaufgaben gut gemacht haben“, sagt KHR- Direktor Guido Conrad zum erfolgreichen Abschluss der Projektgenehmigungsphase. „Nun können wir das Grossprojekt mit voller Kraft anpacken.“ Die Planungs- und Ausschreibungsarbeiten laufen seit 2009 auf Hochtouren. In dieser Zeit hat sich KHR regelmässig mit Vertretern von Behörden, Umweltschutzorganisationen und Fischereiverbänden getroffen, um gemeinsam Massnahmen zum Schutz der Umwelt zu erarbeiten.

Genehmigung aus Italien noch ausstehend

Weil sich ein Teil der KHR-Anlagen im Valle di Lei sowie die überleitstollen von Madris auf italienischem Staatsgebiet befinden, muss das Vorgehen für die internationale Stufe Ferrera auch mit Ämtern und Verbänden aus der Region Lombardei und der Provinz Sondrio koordiniert werden. Die entsprechende Projekteingabe ist für Ende 2010 geplant. Die offizielle Baubewilligung von italienischer Seite wird im Sommer 2011 erwartet. Der Baubeginn für diesen Projektabschnitt ist für den Herbst 2012 angesetzt.

Bilder der KHR-Anlagen stehen zum Download bereit unter downloads/bilder.html.

Weitere Auskünfte

Guido Conrad Direktor KHR Tel. 081 635 37 37 admin@khr.ch.

Über die Kraftwerke Hinterrhein AG

Die Kraftwerke Hinterrhein AG (KHR) betreibt mit den Stauseen Valle di Lei und Sufers sowie den Zentralen in Ferrera, Bärenburg und Sils die grösste Wasserkraft-Gesamtanlage im Kanton Graubünden. Mit einer installierten Leistung von 650 MW produziert die KHR im Jahresdurchschnitt 1410 GWh zertifizierten Naturmade-Basic- Strom; zu den Grossabnehmern zählt u.a. die Rhätische Bahn, die 40% ihres Fahrstroms von den KHR bezieht. Die 220-/380-kV-Schaltanlage in Sils ist ein bedeutender Knotenpunkt im schweizerischen und europäischen Stromverbund. Die Kraftwerke Hinterrhein AG zählt rund 100 Mitarbeitende und ist ein Partnerwerk folgender Aktionäre: Edison SpA Milano, 20%; Stadt Zürich, 19,5%; Axpo 19,5%; Kanton Graubünden, 12%; Alpiq, 9,3%; BKW, 7,7%; Repower AG, 6,5%; Konzessionsgemeinden, 3%; IWB Industrielle Werke Basel, 2,5%.

Medienmitteilung (PDF, 297.34 KB)

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