KHR Kraftwerke Hinterrhein AG
Kraftwerke Hinterrhein KHR AG

Tiefer Einblick

KHR hat am 23. September 2010 Vertreter von Umweltschutzorganisationen und des Kantonalen Fischereiverbandes Graubünden zu einer Besichtigung der Anlagen eingeladen.

 

Die Begehung vom Schützenkanal im Valle di Lei (siehe Bild) mit der über 10 Tonnen schweren Schützentafel an dessen Ende hat den Vertretern von WWF, Pro Natura und des Kantonalen Fischereiverbandes Graubünden Eindruck gemacht. Insbesondere auch, wenn man weiss: Ist die Tafel ganz geöffnet, fliessen rund 250 Kubikmeter Wasser pro Sekunde vom Stausee durch den 4,5 Meter breiten Stollen.

Für die Besucher war es das erste Mal, dass sie die Konstruktionen einer Stauanlage oder auch einer klassischen Wasserfassung bis ins Detail und sozusagen hinter den Kulissen begutachten konnten – dies begleitet durch ausführliche Erklärungen von KHR-Direktor Guido Conrad. Interessant war zudem die Besichtigung der bestehenden Dotiereinrichtung in Sufers, die bereits seit dem Jahr 1962 in Betrieb ist und 1990 mit einer Dotierturbine ergänzt wurde. Auf der Messstation ist festgehalten, in welchen Monaten wie viel Restwasser in den Fluss fliesst. „Mit diesen Abstufungen pro Monat ist KHR schon damals einen Schritt weiter gegangen. Denn mit der differenzierten Menge Restwasser im Jahresverlauf wird versucht, die natürliche Dynamik nachzubilden. Im Gegensatz dazu gibt es bei anderen Kraftwerken noch heute meistens eine einzige Dotierung für das ganze Jahr“, erklärt Anita Mazzeta von WWF Graubünden beeindruckt.

Die Teilnehmer nutzten die gemeinsame Begehung auch dazu, Massnahmen der vergangenen Monate Revue passieren zu lassen. So kamen beispielsweise die intensivere Sportfischerei durch die aufgehobene Beschränkung im Valle di Lei und in Sufers oder die erfolgreiche Spülung in Bärenburg zur Sprache. Die Spülung der beiden Ausgleichsbecken Preda und Ferrera konnte aufgrund der Witterungs- und Zuflussverhältnisse noch nicht durchgeführt werden. KHR plant jedoch, dies ab Mai 2011 nachzuholen. Zur Vorbereitung der Gesamterneuerung führt die Kraftwerke Hinterrhein AG (KHR) eine erste Spülung durch. Dies beim Ausgleichsbecken Bärenburg. Diese Massnahme ist notwendig, um die wasserseitigen Anlagenteile und generell das Staubecken von Feststoffen (Geschiebe, Holz und Feinsedimente), die sich in den vergangenen Jahren abgelagert haben, zu befreien. So können die Anlagenteile für die bevorstehenden Sanierungs-Arbeiten zugänglich gemacht werden.

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