KHR Kraftwerke Hinterrhein AG
Kraftwerke Hinterrhein KHR AG

Trafo-Transport nach Bärenburg

Jetzt ist die Gesamterneuerung so richtig gestartet: Im November hat KHR die ersten vier von 13 Transformatoren in Bärenburg ersetzt. Der Transport der Stahlkolosse von Regensburg über Chur ins Schams erforderte viel Fingerspitzengefühl von allen Beteiligten und ist reibungslos verlaufen.

 


Vier knapp 50 Tonnen schwere Transformatoren des deutschen Herstellers Starkstrom Gerätebau GmbH transportierte KHR im November in die Zentrale Bärenburg. Die anspruchsvolle Fahrt wurde vom Churer Spezialtransportunternehmen Tschudy durchgeführt – mit polizeilicher Begleitung. Das Gesamtgewicht des Konvois betrug 86 Tonnen; er war 25 Meter lang, 2,8 Meter breit und fast vier Meter hoch. Bei Schwertransporten wie diesen muss das Transportunternehmen Tschudy in Chur mitunter Signalisationen oder Verkehrsschilder abmontieren und die Kreisel falsch herum befahren, um die Kurve zu kriegen.

    

Beitrag Tele Südostschweiz

Sendung vom 10.11.2010 zum Transformatoren-Transport nach Bärenburg

Dauer 2.55 Minuten.
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Rückwärts ins Ziel

Unterführungen sind mit den neuen Trafos ohne Schwierigkeiten passierbar, da sie kleiner sind als ihre über 40-jährigen Vorgänger. Diese überschritten damals die Maximalhöhe der Tunnels und mussten mit einem Spezialanhänger, einer sogenannten Seitenträgerbrücke, durch die Tunnels bugsiert werden. Genauso anspruchsvoll wie damals ist auch heute noch die Rückwärtsfahrt durch den 250 Meter langen Zugangstunnel in die Betriebszentrale Bärenburg. Doch der routinierte Fahrer von Tschudy bewältige auch diese Zentimeterarbeit mit Bravour.


24 Stunden in der Ölküche

In der Zentrale werden die Transformatoren mit einem Spezialkran abgeladen. Bevor sie aber an die endgültigen Standorte gehievt werden, müssen die Transformatoren fertig vormontiert werden. Anschliessend kommen sie 24 Stunden in die Ölküche. So nennen die Mitarbeiter von KHR den Vorgang der Ölaufbereitung vor der Inbetriebnahme des Transformators. In der Trafozelle im ersten Stockwerk, dem endgültigen Standort, werden die Kabeleinführungen gemacht, so dass die vier Trafos möglichst schnell ans Netz geschlossen werden können. Nach Abschluss der Testphase werden im Winter 2011/12 die restlichen neun Transformatoren ausgewechselt in Bärenburg. Das Teilprojekt kostet total über 10 Millionen Franken und konnte nicht in der Schweiz vergeben werden, da hierzulande keine 220’000-Volt-Trafos mehr hergestellt werden.

 

     

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