KHR Kraftwerke Hinterrhein AG
Kraftwerke Hinterrhein KHR AG

Zentrale Bärenburg

Ein Kraftwerk in der Staumauer

Bärenburg Maschinensaal
Bärenburg Maschinensaal
In der Zentrale Bärenburg wird das im Stausee Sufers gestaute Wasser verarbeitet und ins Ausgleichsbecken Bärenburg abgegeben. Die vier vertikalachsigen Francisturbinen sind für ein maximales Gefälle von 321 m und eine Betriebswassermenge von 80 m3/s ausgelegt und haben eine installierte Leistung von 220 MW. Das Staubecken hat vor allem Ausgleichsfunktion zwischen der mittleren Kraftwerksstufe Sufers–Bärenburg und der dritten und letzten Stufe Bärenburg–Sils.

Die Staumauer ist eine Schwergewichtsmauer von 64 m Höhe und 110 m Kronenlänge. Das Betonvolumen der Mauer beträgt 55 000 m3, am Fuss ist sie 41 m stark. Die Besonderheit dieses Bauwerks ist ihre doppelte Funktion als Staumauer und als Fundament für das Maschinenhaus. Die Schaltanlage wurde auf dem Dach des Maschinenhauses erstellt. Diese selten angewandte Kombination – eine technisch anspruchsvolle Leistung – erwies sich als zweckmässigste und wirtschaftlichste Lösung.

Staumauer Bärenburg mit Seilbahn
Staumauer Bärenburg mit Seilbahn
Jede Talsperre sollte so konstruiert sein, dass sie auch ein ganz selten auftretendes Hochwasser ohne Schaden übersteht. In Bärenburg wären bei einem solchen Ereignis auch die Zentrale und die Schaltanlage gefährdet. Das tausendjährliche Hochwasser (welches in 10 000 Jahren aller Wahrscheinlichkeit nach zehnmal vorkommt) beträgt in Bärenburg 1100 m3/s. Und genau diese Wassermenge kann von den drei Entlastungsorganen (Hochwasserentlastung, Grundablass und Mauerdurchlass) gemeinsam auch bewältigt werden.
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