Zentrale Sils i.D.
Strom für die Schweiz und die Rhätische Bahn.
![]() Zentrale Sils |
Die Zentrale Sils wurde in konventioneller Bauweise am Hangfuss erstellt. Ebenerdig gelangt man in den Maschinensaal mit den vertikalachsigen Generatoren. Die zugehörigen Francisturbinen sind im Untergeschoss angeordnet. Das Betriebswasser fliesst aus den Verteilleitungen durch die Absperrorgane (Kugelschieber) in die Turbinen und schliesslich durch den Unterwasserkanal in die Albula. Die eigentliche Rückgabe ins natürliche Gewässer folgt indessen erst 1,7 km flussabwärts, wo die Albula in den Hinterrhein mündet. |
Die vier Francisturbinen der Stufe Bärenburg–Sils können 70 m3/s verarbeiten und haben eine installierte Leistung von 245 MW. Das maximale Gefälle beträgt 413 m. Zur Bauzeit in den 60er-Jahren war dies für Francisturbinen ein hoher Wert; wenige Jahre vorher wären dafür nur Peltonturbinen in Frage gekommen.
In der Zentrale Sils sind ausser diesen vier Maschinengruppen zwei Einphasengruppen installiert. Diese produzieren ausschliesslich Strom für die Rhätische Bahn, welche in ihrem Fahrleitungsnetz – wie auch die SBB – einphasigen statt dreiphasigen Strom mit einer Frequenz von 16 2/3 statt 50 Hz einsetzt.
![]() Maschinensaal Sils |
Schon bei Betriebsaufnahme konnten die ausgedehnten Anlagen der KHR von Sils aus in beschränktem Mass ferngesteuert und überwacht werden. Im Laufe der Zeit aber genügte die Technik aus den 50er-Jahren den gestiegenen Anforderungen nicht mehr. Die «Zentrale Leitstelle Sils» musste erneuert und ausgebaut werden. Seit 1993 können die drei Zentralen und alle Hochspannungsschaltanlagen sowie die drei 50-/16-kV-Unterwerke der Talversorgung weitgehend von Sils aus fernbedient werden. |




