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Fragen und Antworten

Weshalb müssen die Anlagen der KHR erneuert werden?

Nach über 50 Betriebsjahren ist die technische Lebensdauer vieler Anlageteile erreicht bzw. bereits überschritten. Für die Gewährleistung der Betriebssicherheit und der Wirtschaftlichkeit bis zum Konzessionsende 2042 ist eine Gesamterneuerung notwendig.

Wie viel kostet die Gesamterneuerung?

Die Kosten werden auf rund 300 Mio. Schweizer Franken geschätzt. Rund die Hälfte davon wird eigenfinanziert, für den Rest beschaffen sich die KHR Mittel auf dem Kapitalmarkt. Das Unternehmen belastet die Investitionen seinen Partnern durch Abschreibungen über die laufenden Betriebskosten.

Wird im Zuge der Erneuerung die Leistung erhöht?

Die Leistung der Anlagen wird nicht erhöht, weshalb für die Sanierung keine Konzessionsänderung nötig ist. Dank moderner Technologien kann die Effizienz jedoch gesteigert werden.

Steigen die Strompreise in den Konzessionsgemeinden?

Die Energiekosten für die Konzessionsgemeinden sind vertraglich geregelt und für die gesamte Konzessionsdauer fixiert. Die Preise für die Endkunden werden jedoch von den Konzessionsgemeinden selbstständig gestaltet.

Erhalten die Konzessionsgemeinden weniger Wasserzinsen?

Die Wasserwerksteuer (Kanton) und die Wasserzinsen (Gemeinden) werden in den Planjahren 2011/2012, 2012/13 und 2013/14 aufgrund der Produktionsabstellungen etwas tiefer ausfallen. Sollte während eines Kalenderjahres die Produktion als Folge der Gesamterneuerung und des natürlichen Zufluss aussergewöhnlich tief ausfallen, sind in den Konzessionen Mindestwasserzinse vereinbart.

Hat die Gesamterneuerung Auswirkungen auf die Umwelt?

Die KHR setzen alles daran, um die Auswirkungen der Erneuerung auf Umwelt und Bevölkerung möglichst gering zu halten und arbeiten daher eng mit Behörden, Umweltschutzorganisationen und Verbänden zusammen. Das Umweltfachbüro «ecowert» gewährleistet ein lückenloses Monitoring und damit eine konsequente ökologische Begleitung des Projekts.

Mit welchen Beeinträchtigungen muss die Bevölkerung rechnen?

Die entleerten Stauseen verändern das Landschaftsbild. Bis 2014 müssen die Fischer auf andere Fischgründe ausweichen. Bei den Bauplätzen Bärenburg und Sufers sind Lärmemissionen möglich. Ausserdem muss mit vermehrten Schwertransporten, einzelnen Helikoptertransporten und zusätzlichen Bauseilbahnen gerechnet werden.

Weshalb müssen die Stauseen entleert werden?

Nur bei einer kompletten Entleerung ist es möglich, alle sicherheitsrelevanten technischen Einrichtungen rund um die Seen zu erneuern. Es werden unter anderem Druckschächte und alle Maschinen mit neuem Korrosionsschutz versehen und Grossrevisionen an allen Hauptmaschinengruppen durchgeführt.

Was geschieht mit den Fischen in den Stauseen?

Das Amt für Jagd und Fischerei hat im Hinblick auf die Seeentleerungen seit mehreren Jahren keine Jungfische mehr ausgesetzt und 2010 die Fischereibestimmungen gelockert. Seit Herbst 2010 wurde der Stausee Sufers intensiv ausgefischt. Als letzte Massnahme wurden während der Entleerungen möglichst viele Fische aus den verbleibenden Wasserrinnsalen und Tümpeln geborgen und in andere Gewässer versetzt. Trotz all dieser Massnahmen mussten geringe Verluste in Kauf genommen werden. Nach Abschluss der Erneuerungsarbeiten werden die KHR für einen konsequenten Wiederbesatz in allen betroffenen Gewässern sorgen (2013 bis 2018). Die Fischerei wird voraussichtlich 2014 wieder freigegeben.
 

Gibt es auf dem Grund der Seen alte Gebäude, die während der Entleerungen zum Vorschein kommen werden?

Ja, einige Alpgebäude im Valle di Lei.

Welche Vorteile hat die Gesamterneuerung der KHR-Anlagen für die Bevölkerung?

Die Region profitiert von zusätzlichen Arbeitsplätzen und Aufträgen für das Gewerbe. Der Kanton und die Konzessionsgemeinden werden nach dem Auslaufen der Konzession 2042 eine intakte Anlage übernehmen können.

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