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Medienmitteilung

Thusis, 4. März 2022

65. ordentliche Generalversammlung der Kraftwerke Hinterrhein AG (KHR) 

Die KHR blickt an ihrer Generalversammlung auf ein sehr gutes Geschäftsjahr zurück

Einstimmige Genehmigung des Geschäftsberichtes und der Jahres­rechnung 2020/2021

Im Rahmen der 65. Generalversammlung legte die Kraftwerke Hinterrhein AG ihr Geschäftsergebnis 2020/21 vor. Die KHR produzierte 1‘682 GWh Strom. Dieser Wert liegt bei 118 % des langjährigen Mittels von 1'420 GWh.

Das Kraftwerk Thusis produzierte 19,7 GWh, 36,8 GWh lieferten die Bahnstrom­maschinen in Sils.

Die gesamte Produktionsmenge würde ausreichen, um rund 90% des Verbrauchs des ganzen Kantons Graubünden zu decken.

Die finanzielle Gesamtleistung betrug rund 79,4 Mio. Franken.

Die Wasserrechtsabgaben an die Gemeinden, an den Kanton und an Italien beliefen sich auf 25,3 Mio. Franken und die Jahreskosten zu Lasten der Aktionäre auf rund 67,7 Mio. Franken.

Im Zusammenhang mit Deckungsdifferenzen aus der Bewertungsanpassung II betreffend die Enteignungsentschädigung an die Swissgrid AG sind einmalige Aufwendungen von 2,8 Mio. angefallen.

Selbst mit diesem Sondereffekt ergeben sich attraktive Produktionskosten von 4,06 Rappen pro KWh (Vorjahr: 4,23 Rp.).

Ende Geschäftsjahr waren 71 Vollzeit-Stellen besetzt. Die KHR bildet aktuell 2 Lernende aus (1 Poly­mechaniker sowie 1 Netzelektriker).

Mit den tiefen Produktionskosten, der hohen Wertigkeit der Energie aus den KHR-Anlagen bei gleichzeitig hohen Marktpreisen können die Aktionärinnen und Aktionäre der KHR nach längerer Durststrecke wieder profitieren.

Verbunden mit dem grossen knowhow des KHR-Personals bewähren sich die in den Jahren 2011 bis 2017 für rund 300 Mio. Franken umfassend erneuerten Anlagen sehr zuverlässig im laufenden Betrieb.

Dividendenfestsetzung

Die Generalversammlung setzte die vertragliche Pflichtdividende auf 1,25 Mio. Franken fest, was 1 ¼ Prozent des Aktienkapitals von 100 Mio. Franken entspricht.

Ersatzwahl in den Verwaltungsrat für die laufende Amtsdauer bis 2023

Anstelle der zurücktretenden Verwaltungsräte Samuel Bontadelli, Repower AG, Benedikt Loepfe, Stadt Zürich und Dr. Marco Nideröst, Axpo Power AG wurden

Philippe Heinzer, Stadt Zürich, Viktor Lir, Axpo Power AG sowie Michael Roth, Repower AG, für die laufende Amtsdauer bis 2023 gewählt.

Wahl der Revisionsstelle 2022/2023

Die Generalversammlung wählte einstimmig PricewaterhouseCoopers AG als Revisionsstelle.

Geschäftsbericht 2020/2021


Medienkontakt: Guido Conrad, Direktor, Telefon +41 81 635 37 37, medien@khr.ch

Medienmitteilungen Archiv

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Lago di Lei: Verwunschene Ruinen im Stausee

SRF Schweiz Aktuell vom 25.04.2013


Im Herzen einer Staumauer

«Einstein» vom 25.04.2013


Entleerung Lago di Lei

Thusis, 24. Oktober 2012. Die zweite Sanierungsetappe der Kraftwerke Hinterrhein gilt der obersten Kraftwerkstufe Valle di Lei – Ferrera und dauert bis Mitte April 2013. Erstmals seit 50 Jahren wird Stausee Lago di Lei komplett entleert. Erneuert werden in diesem Winter auch die Kraftwerkzentrale Ferrera.

Der Stausee im Valle di Lei ist mit einem Fassungsvermögen von 197 Millionen Kubikmeter einer der grössten Stausee der Schweiz und das Herzstück der Kraftwerke Hinterrhein AG. Erstmals seit der Inbetriebnahme 1962 wird der Stausee Lago di Lei nun gemeinsam mit dem Ausgleichsbecken Preda komplett entleert, damit die wasserseitigen Anlagenteile wie der Grundablass oder der Überleitstollen revidiert werden können. Eine Vorentleerung ist beim Lago di Lei nicht nötig, da die Verlandung geringer ist als beim tiefer liegenden Stausee Sufers.

TSO-Sendung vom 24.10.2012

300 zusätzliche Arbeiter im Einsatz

Die zweite Sanierungsetappe der Gesamterneuerung dauert bis Mitte April 2013 und umfasst auch die Kraftwerkzentrale Ferrera. Dort werden die druckwasserseitigen Anlagenteile vollständig revidiert. Weitere Sanierungsarbeiten finden an den Wasserfassungen Averser Rhein, Madris und Niemet statt. Fortgesetzt wird zudem die Erneuerung der Zentrale Sils. Insgesamt sind auch in diesem Winter zu Spitzenzeiten rund 300 zusätzliche Arbeiter im Einsatz für die KHR.

Neue Lawinenverbauungen errichtet

«Die grösste Herausforderung der zweiten Sanierungsetappe ist für uns die Tatsache, dass die Arbeiten im Winterhalbjahr im Gebirge auf teilweise über 2000 Meter über Meer stattfinden. Die Sicherheit auf den Baustellen hat für uns deshalb höchste Priorität», sagt KHR-Direktor Guido Conrad. KHR hat aus diesem Grund eine eigene Lawinenkommission ins Leben gerufen. Um die Sicherheit der Zufahrtswege und Bauplätze zu gewährleisten, wurden zudem neue Lawinenverbauungen auf der Westseite des Tunnelportals sowie beim Wärterhaus Valle di Lei errichtet.


Vorentleerung des Stausees Sufers

Thusis, 28. März 2011 – Heute startet KHR mit der Vorentleerung des Stausees Sufers.

Der Stausee Sufers ist bereits fast leer. Seit Anfang März hat KHR den Wasserpegel im Rahmen des normalen Kraftwerkbetriebs um über 20 Meter auf eine Höhe von 1372 Meter über Meer gesenkt. Die restliche Absenkung des Stausees bis zur vollständigen Entleerung erfolgt nun teils über die Turbinen in Bärenburg, teils über den Grundablass am Fuss der Staumauer.

SRF Schweiz Aktuell vom 29.03.2011

Seit fast 50 Jahren unter Wasser

Grund für die Vorentleerung des Stausees Sufers ist die dringend notwendige Inspektion des Grundablasses sowie anderer Anlagenteile, die seit 50 Jahren unter Wasser stehen. Aufgrund der starken Trübung des Wassers durch Sedimente konnte deren Zustand durch Tauchroboter nicht festgestellt werden. Die technischen Inspektionen dauern einige Tage. Danach wird der Sufnersee mindestens teilweise wieder gefüllt.

Im Zeitraum von Ende April bis Anfang Mai – der genaue Termin ist wetterabhängig – wird der Sufnersee zudem noch teilweise gespült, um eine Abflussrinne des Hinterrheins im See zu schaffen, die möglichst wenig Sedimente enthält. Dank des Schmelzwassers im Frühling können die herausgeschwemmten Sedimente verdünnt und nachgespült werden, was den ökologischen Lebensräumen im Hinterrhein unterhalb der Staumauer zu Gute kommt.