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Thusis, 5. März 2021

64. ordentliche Generalversammlung der Kraftwerke Hinterrhein AG (KHR) 

Die KHR blickt an ihrer Generalversammlung auf ein gutes Geschäftsjahr zurück.

Einstimmige Genehmigung des Geschäftsberichtes und der Jahres­rechnung 2019/2020.

Im Rahmen der 64. Generalversammlung legte die Kraftwerke Hinterrhein AG ihr Geschäftsergebnis 2019/20 vor. Die KHR produzierte 1‘470 GWh Strom. Dieser Wert liegt bei 103,5 % des langjährigen Mittels von 1'420 GWh.

Das Kraftwerk Thusis produzierte 17 GWh, 35,7 GWh lieferten die Bahnstrom­maschinen in Sils. Die finanzielle Gesamtleistung betrug rund 73,6 Mio. Franken.

Die Wasserrechtsabgaben beliefen sich auf 22,4 Mio. Franken und die Jahreskosten zu Lasten der Aktionäre auf rund 61,4 Mio. Franken. Daraus ergeben sich Produktionskosten von 4,23 Rappen pro KWh (Vorjahr: 3,29 Rp.). Die hohe Differenz zum Vorjahr ist auf Erträge durch die damalige Auflösung von Steuerabgrenzungen zurückzuführen.

Ende Geschäftsjahr waren 69,2 Stellen besetzt. Die KHR bildet aktuell 3 Lernende aus (2 Poly­mechaniker sowie 1 Netzelektriker).

Dividendenfestsetzung

Die Generalversammlung setzte die vertragliche Pflichtdividende auf 1 Mio. Franken fest, was 1 Prozent des Aktienkapitals von 100 Mio. Franken entspricht.

Wahl der Revisionsstelle 2020/2021

Die Generalversammlung wählte einstimmig PricewaterhouseCoopers AG als Revisionsstelle.

Coronavirus

Die Situation im vergangenen Geschäftsjahr, aber auch die aktuelle ist für die gesamte Unternehmung eine grosse Herausforderung. Die Gewährleistung des ununterbrochenen Betriebs der Kraftwerks- und Netzanlagen sowie der weiteren Prozesse unter erschwerten Bedingungen stellt an alle Mitarbeitenden höchste Ansprüche.


Medienkontakt: Guido Conrad, Direktor, Telefon +41 81 635 37 37, medien@khr.ch

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Lago di Lei: Verwunschene Ruinen im Stausee

SRF Schweiz Aktuell vom 25.04.2013


Im Herzen einer Staumauer

«Einstein» vom 25.04.2013


Entleerung Lago di Lei

Thusis, 24. Oktober 2012. Die zweite Sanierungsetappe der Kraftwerke Hinterrhein gilt der obersten Kraftwerkstufe Valle di Lei – Ferrera und dauert bis Mitte April 2013. Erstmals seit 50 Jahren wird Stausee Lago di Lei komplett entleert. Erneuert werden in diesem Winter auch die Kraftwerkzentrale Ferrera.

Der Stausee im Valle di Lei ist mit einem Fassungsvermögen von 197 Millionen Kubikmeter einer der grössten Stausee der Schweiz und das Herzstück der Kraftwerke Hinterrhein AG. Erstmals seit der Inbetriebnahme 1962 wird der Stausee Lago di Lei nun gemeinsam mit dem Ausgleichsbecken Preda komplett entleert, damit die wasserseitigen Anlagenteile wie der Grundablass oder der Überleitstollen revidiert werden können. Eine Vorentleerung ist beim Lago di Lei nicht nötig, da die Verlandung geringer ist als beim tiefer liegenden Stausee Sufers.

TSO-Sendung vom 24.10.2012

300 zusätzliche Arbeiter im Einsatz

Die zweite Sanierungsetappe der Gesamterneuerung dauert bis Mitte April 2013 und umfasst auch die Kraftwerkzentrale Ferrera. Dort werden die druckwasserseitigen Anlagenteile vollständig revidiert. Weitere Sanierungsarbeiten finden an den Wasserfassungen Averser Rhein, Madris und Niemet statt. Fortgesetzt wird zudem die Erneuerung der Zentrale Sils. Insgesamt sind auch in diesem Winter zu Spitzenzeiten rund 300 zusätzliche Arbeiter im Einsatz für die KHR.

Neue Lawinenverbauungen errichtet

«Die grösste Herausforderung der zweiten Sanierungsetappe ist für uns die Tatsache, dass die Arbeiten im Winterhalbjahr im Gebirge auf teilweise über 2000 Meter über Meer stattfinden. Die Sicherheit auf den Baustellen hat für uns deshalb höchste Priorität», sagt KHR-Direktor Guido Conrad. KHR hat aus diesem Grund eine eigene Lawinenkommission ins Leben gerufen. Um die Sicherheit der Zufahrtswege und Bauplätze zu gewährleisten, wurden zudem neue Lawinenverbauungen auf der Westseite des Tunnelportals sowie beim Wärterhaus Valle di Lei errichtet.


Vorentleerung des Stausees Sufers

Thusis, 28. März 2011 – Heute startet KHR mit der Vorentleerung des Stausees Sufers.

Der Stausee Sufers ist bereits fast leer. Seit Anfang März hat KHR den Wasserpegel im Rahmen des normalen Kraftwerkbetriebs um über 20 Meter auf eine Höhe von 1372 Meter über Meer gesenkt. Die restliche Absenkung des Stausees bis zur vollständigen Entleerung erfolgt nun teils über die Turbinen in Bärenburg, teils über den Grundablass am Fuss der Staumauer.

SRF Schweiz Aktuell vom 29.03.2011

Seit fast 50 Jahren unter Wasser

Grund für die Vorentleerung des Stausees Sufers ist die dringend notwendige Inspektion des Grundablasses sowie anderer Anlagenteile, die seit 50 Jahren unter Wasser stehen. Aufgrund der starken Trübung des Wassers durch Sedimente konnte deren Zustand durch Tauchroboter nicht festgestellt werden. Die technischen Inspektionen dauern einige Tage. Danach wird der Sufnersee mindestens teilweise wieder gefüllt.

Im Zeitraum von Ende April bis Anfang Mai – der genaue Termin ist wetterabhängig – wird der Sufnersee zudem noch teilweise gespült, um eine Abflussrinne des Hinterrheins im See zu schaffen, die möglichst wenig Sedimente enthält. Dank des Schmelzwassers im Frühling können die herausgeschwemmten Sedimente verdünnt und nachgespült werden, was den ökologischen Lebensräumen im Hinterrhein unterhalb der Staumauer zu Gute kommt.